Bonifacio

17.08.2004 - Ein Ausflug führt uns heute nach BONIFACIO (korsisch: Bunifaziu) einer Hafenstadt an der südlichen Spitze der Insel Korsika (Corse de Sud)  Diese Stadt gab der Straße von Bonifacio genannten Meerenge zwischen Korsika und der 12 Kilometer entfernten Insel Sardinien ihren Namen.

 

Bis zu 60 m hohe Kalkfelsen leuchten weiß im Sonnenlicht. Bonifacio wurde auf einer Felsnadel erbaut.

Der Legende nach sollen Odysseus und seine Mannen in der Bucht des heutigen Bonifacio von den Lästrygonen, menschenfressenden Riesen, überfallen worden sein. Nur Odysseus konnte entkommen. Belegbar ist dagegen, dass der toskanische Graf Bonifacio aus Lucca im Jahr 828 n.Chr. an dieser Stelle eine erste Befestigung gegen Sarazenenüberfälle errichtete, der er seinen Namen gab.

Der Hafen wird von der mächtigen Bastion de L'Etendard überragt, der ersten Verteidigungslinie der Zitadelle, die sich bis zur Spitze des Felssporns erstreckt, auf dem Bonifacio liegt.

Über die gepflasterte Treppengasse (auf gutes Schuhwerk achten) gelangt man zum Col Saint-Rock, einem fiktiven Pass. Hat man die Stufen erklommen, bietet sich ein schöner Blick zurück auf den Hafen.

Die nächsten Treppen führen zum Genuesertor (Porte de Genes), den bis zum 19. Jhdt. einzigen Zugang zur Stadt.

Traumhafte Ausblicke bieten sich dann am Ende der Zitadelle, die auf der Felsnadel liegt. Bis Sardinien (Schönwetter vorausgesetzt) reicht dann der Blick.

Der Gang zum Marine-Friedhof und zurück zum Hafen über den Wehrgang der Zitadelle sollte bei einem Besuch in Bonifacio nicht fehlen.