MILNA
Nervenkitzel bereitete mir die Fahrt auf der sehr gewöhnungsbedürftig engen Straße in Richtung Milna. Das "Nichts" neben der Fahrbahn (also den Blick in die Tiefe) vermeide man tunlichst. Immer schön den Blick nach vor richten und hoffen, dass einem nichts Größeres als ein Mofa entgegenkommt.
Dann plötzlich steht man aber in Milna, das im westlichen Teil der Insel, ca. 18 km von Supetar entfernt, liegt. Milna ist eine der "malih mista" (kleinen Ortschaften) im barock-urbanistischem Stil und zugleich ein natürlicher Hafen, in dem einst sogar die Kaiserflotte (während des Ausbaues des Diokletian-Palastes in Split) Zuflucht gefunden hatte.
Milna wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Anfangs entwickelte sich der Ort rund um das Kastell der Familie Cerinic, die das Kirchlein St. Maria errichtet hat.
Besonders für Segler ist dieser Hafen ein Geheimtipp und die Marina ein Kleinod in der dalmatinischen Inselwelt.
Da unser Besuch dort ja in der "Nachsaison" war, war das Touristenaufkommen entsprechend niedrig und in den kleinen Restaurants, Tavernen und Cafes war schon die herbstliche Gemütlichkeit eingekehrt.
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