Vidova Gora

Der Vidova Gora - wörtlich übersetzt: Der Veits-Berg - ist mit seinen 778 m der höchste Berg aller kroatischen Inseln.

 

Folgt man dieser Tafel, gelangt man zum Fußweg auf den Vidova Gora

In Bol findet man den Einstieg zum Pfad auf den Gipfel. Keine Sorge, man kann sich, wenn man sich einmal auf dem Weg befindet, nicht verlaufen. Der Pfad ist meist steinig (Rollschotter), felsig und führt in seiner ersten Strecke erst einmal weit weg vom Meer. Vor Augen hat man ein riesiges Felsplateau, das viele fälschlicherweise für den Vidova Gora halten. Dem ist aber nicht so. Man umgeht dieses Plateau an seiner Hinterseite um auf das Hochplateau des Vidova Gora zu gelangen.

Diese Felsformation muss man an seiner Hinterseite umwandern um zum Vidova Gora zu gelangen.

Es empfiehlt sich festes Schuhwerk. Sandalen oder gar Flip-Flops sind nicht wirklich geeignet. Mag es beim Aufstieg noch problemloser erscheinen, doch spätestens beim bergablaufen über rollende Steine wird man die Vorteile eines guten Schuhs zu schätzen wissen (Joggingschuhe mit guter Sohle genügen allerdings). Natürlich kann man den Weg auch mit kurzen Hosen bestreiten - muss aber dann mit diversen Kratzern rechnen. Es geht ja oft durch kurzes Gestrüpp, das auch dornig sein kann. Wander- oder Walkingstöcke sind praktisch, aber nicht unbedingt erforderlich. Außer Schafen und diversen Insekten (die auch sehr lästig sein können), sind mir persönlich keine Tiere über den Weg gelaufen. Allerdings hörte ich von Einheimischen, dass auf diesem Weg auch schon Schlangen gesichtet wurden. Daher nochmal der Tipp zu festem Schuhwerk.

 

Aufgrund der Reisezeit September wird es ja auch nicht mehr zu unchristlicher Stunde hell und ich startete meine "Erstbesteigung" des Vidova Gora gegen sechs Uhr früh. Erstens wollte ich vermeiden, in das "Gedränge" jener zu kommen, die erst in den Vormittags- oder sogar Mittagsstunden aufbrachen und zweitens wollte ich ein bisschen das Sonnenaufgangsszenario von der Höhe aus bewundern. Außerdem - je früher der Tag, desto höher die Chance einen guten Blick vom Gipfel zu haben. Bei Schönwetter und sehr klarer Sicht kann man sogar bis nach Italien sehen. Dieses Glück hatte ich zwar nicht, aber traumhafte Aussicht nach Hvar und den Blick auf den Zlatni Rat sowie bis Split.

Man kann den Weg natürlich auch als rein sportliches Erlebnis in ca. 1 1/2 Stunden bewältigen. Wer aber gerne immer wieder den Fotoapparat zückt, sollte schon an die zwei Stunden Gehzeit einrechnen.

Najviši vrh jadranskih otoka - Der höchste Gipfel der adriatischen Inseln

 

 

Wenn man das Hochplateau erreicht, geht es dann mehr oder weniger nach freier Orientierung weiter zum Vidova Gora. Denn auf den Felsen, bzw. dazwischenliegenden Wegen, die ziemlich zahlreich sind, kann man keinen richtigen Weg erkennen. Dennoch ist ein "Verlaufen" nicht möglich. Ich hatte mich - zwecks Einprägen für den Rückweg - entlang eines Drahtzaunes gehalten. Es dauert nicht lange, dann gelangt man zu einem Weidezaun, durchschreitet diesen, gelangt auf den großen Parkplatz, wo Busse, PKW und sonstige Motorisierte über den Straßenweg zum Berg gelangen können. Noch ein paar Schritte und man steht vor dem Eingang ......

Die nun folgenden Bilder zeigen die traumhafte Aussicht, die für eventuelle Strapazen während des Aufstieges in jedem Fall entschädigen.

Ja, wer nun oben ist - muss auch wieder hinunter. Da gibt es erstens den Weg, den man gekommen ist.  Bis man wieder im alten Ort Bol die kleine Kirche erreicht und Freundschaft mit vierbeinigen Einheimischen macht.

Wer nun aber mit dem Rad unterwegs ist - nimmt z.B. die Abfahrt nach NEREŽIŠĆA.