Vogelhochzeit auf der Seewiese

Die offizielle Einladung zur Hochzeit :)

Zitat aus den OÖ Nachrichten:

 

KLEINREIFLING. Mit einer skurrilen Idee macht Rudolf Hirner (52) derzeit auf sich aufmerksam. Er möchte Moschuserpel Bert mit einem Weibchen verkuppeln und das Paar bei einem Volksfest auf der Seewiese vermählen.

KLEINREIFLING. Mit einer skurrilen Idee macht Rudolf Hirner (52) derzeit auf sich aufmerksam. Er möchte Moschuserpel Bert mit einem Weibchen verkuppeln und das Paar bei einem Volksfest auf der Seewiese vermählen.

-->Von Christopher Buzas

-->Bert war bereits mit einem Entenweibchen glücklich liiert. „Doch seine frühere Freundin ist von einem Zug überfahren worden. Seitdem jagt Bert den Schwänen hinterher. Da habe ich mir gedacht, da muss ich etwas tun", sagt Hirner, der normalerweise als Unternehmer tätig ist. Er sieht Bert als Symbol der Gemeinde.

Die Zukünftige des Moschuserperls erblickte vergangenen Herbst das Licht der Welt, stammt von der Gattung der Pekingente ab und hört auf den Namen Frieda. Das Alter von Bert kann nur geschätzt werden. „Wir vermuten, dass er etwa sechs Jahre alt ist." Ein Herrchen hat der Erpel nicht. Er ist freilaufend und bei der Bevölkerung Kleinreiflings immer gerne gesehen. Hirner: „Im Sommer lebt Bert auf der Seewiese im Winter beim Bahnhof."

Wo er sich wann aufhält sei aber nur schwer zu sagen. „Bert ist sehr zutraulich. Es kann sein, dass er einem auf der Straße entgegenkommt."

Seine baldige Gattin hat er aber noch nicht kennengelernt. Geplant ist, dass sich das Paar wenige Tage vor der geplanten Hochzeit kennenlernen soll. Der Termin für die Trauung selbst ist für den 13. Mai um etwa 14 Uhr geplant. An diesem Donnerstag findet ein großes Fest auf der Seewiese in Kleinreifling statt. Veranstalter der Feier ist der örtliche Fußballverein ASV Kleinreifling. Die Hochzeitszeremonie nimmt ein Standesbeamter aus der Region vor. Für den Fall, dass die beiden Vögel auf die Pläne der Veranstalter pfeifen und sich am 13. Mai nicht auf der Seewiese aufhalten, ist vorgesorgt. „Der Bert ist ein Wilder. Da kann man nie sagen wo der gerade ist. Wenn er nicht kommt, stellen wir Fotos von den Enten auf und feiern die Hochzeit so. Einsperren können und wollen wir sie ja nicht", sagt Hirner.

Zahlreiche Besucher haben sich jedenfalls schon angemeldet. „Alleine auf meiner Facebook-Seite habe ich 49 Zusagen. Und die vom Fußballverein kommen sicher auch." Zur Entenhochzeit wird auch eine Gruppe schwer erziehbarer Kinder aus Steyr, die bereits früher in Kleinreifling war, erwartet.

Hochzeitsbräuche und Essen

Ob es traditionelle Hochzeitsbräuche wie etwa Brautentführen geben wird, steht noch nicht fest. „Wir könnten ein Foto der Braut verstecken. Ob wir das machen, wissen wir aber noch nicht", sagt Hirner. Fix eingeplant ist hingegen die Versorgung der Hochzeitsgäste. Die sollen mit Speisen vom Grill verköstigt werden. Ente steht dabei aber sicher nicht auf der Speisekarte.

Wer noch mehr über Bert Moschus erfahren möchte, der kann sich auf seiner Facebook-Seite über den Erpel informieren.

Wer mehr über Bert (und Frieda) wissen möchte, findet Infos auf seiner eigenen Facebook-Seite "Bert Moschus".